HGHB II
Wie vollmundig angekündigt wäre ein Punkt an diesem Spieltag essenziell gewesen. Dafür boten wir aber viel zuviel
Angriffsfläche für die starke erste und zweite Welle des THB und stellten so einen neuen Gegentorrekord auf.
Das kann passieren, allerdings machen sich jetzt unnötigere Punktverluste aus vorherigen Partien bemerkbar:
Nach zehn Spieltagen müssen wir den dritten Tabellenplatz räumen, was das Saisonziel in ernste Gefahr bringt.
Mit dem vierten Platz ist das ja immer so eine Sache. Für Rang eins bis drei gibt's Medallien, ab fünf zählt der
Olympische Gedanke, der einzige echte Verlierer ist der Vierte. Das ist so, die Realität kann manchmal hart sein.
Daher gilt nun, die Fassung zu wahren, mit solchen Situationen sind schon ganz andere Sportsmänner nicht fertig geworden,
da folgt auf Frustration Depression, dann kommt eins zum anderen: Alkohol- und Drogensumpf, Beschaffungskriminalität, Knast.
Aber nicht mit uns. Wir schauen nach vorn, da wartet die Halstenbeker TS, aus dem Hinspiel bekannt als Freunde der körperbetonten
Spielweise. Da war der Umgangston nicht immer freundschaftlich, genau das Richtige, um mal langsam wieder in die Gänge zu kommen.
Zum Verlauf am Samstag: Entscheidungsspiel, total wichtig, alles schon erwähnt. Dementsprechend schenkte man sich zunächst
keinen Meter Hallenboden, ohne dass sich jemand absetzen konnte. Beim Stand von 7:7 wurde der Ball unsererseits vermehrt dahin gespielt, wo
ihn niemand gebrauchen konnte, die Folge war Ballbesitz für den Gegner und meist ein Gegenstoßtor, die Gäste waren sehr gut zu Fuß
und konnten die Laufduelle gegen unsere Rückwärtsbewegung so gut wie immer für sich entscheiden. Beim Stand von 9:16 fühlten wir
uns schon reichlich überrannt. Das ist eigentlich auch schon die ganze Wahrheit, unsere Fehler wurden da konsequent genutzt. Für die
22 Tore zur Halbzeit hatten die im Hinspiel 60 Minuten gebraucht. Die zweite Hälfte lief dann ausgeglichener, obwohl die Probleme die gleichen waren. Wir kamen mal bis auf zwei Tore ran, stellten
uns für den Ausgleich dann aber trotz mehrfacher Überzahl zu ungeschickt an.
Weil man ja auch nach Autounfällen immer wieder sofort hinter das Steuer soll, werden auch wir ungebremst ohne irgendwelche
Gruppentherapien oder Gedenkgottesdienste die Saison zuende spielen und gucken, wozu es am Ende reicht.
Barmbeks Zweite
Tore: Basti (7/1), Marc (6/1), Sönke (4), MichBau (3), Bumse, Philipp, Stefan (jw. 2), Senator (2/2), Simon, Dennis (jw. 1)
im Tor: Casparow (10), Lars (4)
Liste der Torschützen